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Bürogebäude Innsbrucker Bundesstraße
1999 - 2001

 

Die Innsbrucker Bundesstraße verbindet als Entwicklungsachse von wachsender Bedeutung den Flughafen mit dem Stadtzentrum von Salzburg und wird zur Zeit noch durch gesichtslose Gewerbeprojekte (eine Ausnahme ist Gerhard Garstenauers ÖFAG-Gebäude aus den 1970er Jahren), Einkaufsmärkte, Tankstellen und einige Kleinwohnhäuser, also dem typischen, nichts sagenden "urban sprawl", geprägt.
Mit dem neuen Büro- und Geschäftshaus wollten wir ein Bauwerk schaffen, dass sich dem automobilen Passanten ins Gedächtnis brennt und damit im Kontrast zur bild- und erinnerungslosen Bebauung der Umgebung steht.

Mit den Möglichkeiten, die sich aus der Behandlung einer Parzelle ergeben, sollte ein Gegenpol zur dominanten Bewegungsrichtung des Verkehrs entstehen. Aus diesem Grund wurde der Baukörper deutlich von der Straße abgesetzt und der Zwischenraum durch das enorm weit auskragende Vordach wiederum umhüllt. Der freie Raum, also das, was dem Straßenzug fehlt und der Marktkapitalismus nicht zulässt, wird so symbolisch geschützt. Durch diesen ebenso markigen, wie subtilen Akzent wurde der in einer substantiellen Wandlung begriffene Straßenraum pointiert neu definiert.
An der nach Süden zum Großraum orientierten Gebäudeseite sind die Geschoße kaskadenartig gestaffelt, sodass unmittelbar an einer der frequentiertesten Straßen Salzburgs, tiefe und ruhige Terrassen entstehen konnten. Sie bieten herrliche Ausblicke in eine Landschaft, die sich, je nach Witterung, Tages- und Jahreszeit, als stets neues Naturschauspiel entfaltet.
Das Haus ist durch seinen Unikatscharakter in kürzester Zeit zur Attraktion und der Ort zu einer echten Adresse geworden. Für den Bauträger hat sich das Bauvorhaben bereits unmittelbar nach Fertigstellung amortisiert und darüber hinaus zu einer Neupositionierung im unternehmerischen Umfeld verholfen.

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